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Am 26./27. März 2011 fand in Neudietendorf die internationale Tagung: "Erfahrungen beim Schutz von Hufeisennasen im Zuge von Straßenplanungen und Gebäudeabrissen" statt.
Die Abstracts zu den Tagungsbeiträgen finden sie hier.
Wir möchten uns auf diesem Wege bei den Teilnehmern der Hufiland-Tagung und des Workshops und allen Anderen, die wesentlich zum Erfolg der Veranstaltung beitrugen, ganz herzlich bedanken.
Eine erste Bildernachlese zur Veranstaltung finden Sie bei uns, beim Fledermausschutz Thüringen auf Facebook ( http://www.facebook.com/pages/Fledermausschutz-Th%C3%BCringen/137554709641502 )
Wir sind zur Zeit dabei weitere Unterlagen, z.B. die Tagungsabstracts vorzubereiten und werden sie in wenigen Tagung auf dieser Seite bereitstellen.
Hier bereits eine vorläufige Presseauswertung zum Workshop und zur Tagung "Erfahrungen beim Schutz von Hufeisennasen im Zuge von Straßenplanungen und Gebäudeabrissen" (Stand: 29.03.2011)
We`d like to say Thanks to all who took part in conference and workshop and made it to a big success. You will find some pictures of the meeting at our facebook account.
(http://www.facebook.com/pages/Fledermausschutz-Th%C3%BCringen/137554709641502 )
We are just working on some other material (e.g. abstracts). You will find them soon at this site.
This is a first evaluation of the press of the meeting in thuringia.
Radiobeiträge / Radio
29.03.2011, Antenne Thüringen
Radiointerview Hartmut Geiger zum Thema "Kleine Hufeisennase, gefährdet in Thüringen" in der Sendung "Stefan Ganß am Mittag"
Fernsehen / TV
Jena TV 25.03.2011
Fledermäuse erkundet: Auf dem Forst trafen sich Experten aus ganz Europa
http://www.jenatv.de/politik/Fledermaeuse_erkundet:_Auf_dem_Forst_trafen_sich_Experten_aus_ganz_Europa-1783.html
MDR: Mittagsmagazin und Thüringen Journal 25.03.2011
Hufeisennasen vor dem Aussterben retten
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6802528
Presse und online Presse /Print media and online media
Ostthüringer Zeitung 26.03. OTZ
Fledermausfreunde im Saaleland auf den Spuren der Kleinen Hufeisennase
http://www.tlz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Fledermausfreunde-im-Saaleland-auf-den-Spuren-der-Kleinen-Hufeisennase-1123887334
Allgemeiner Anzeiger 26.03.2011
Fledermausfreunde im Saaleland auf den Spuren der Kleinen Hufeisennase
http://www.allgemeiner-anzeiger.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Fledermausfreunde-im-Saaleland-auf-den-Spuren-der-Kleinen-Hufeisennase-1123887334
www. arcor.de 26.03.2011
Experten beraten Schutz von Fledermäusen
http://www.arcor.de/content/aktuell/regional_news/thueringen/81989782,1,artikel,Experten+beraten+Schutz+von+Flederm%C3%A4usen.html
Südthüringer Zeitung 26.03.2011
Experten beraten Schutz von Fledermäusen
http://www.stz-online.de/nachrichten/thueringen/thueringen/art2935,1325911
dnews.de 26.03.2011 :
Experten beraten Schutz von Fledermäusen
http://www.dnews.de/nachrichten/thuringen/470113/experten-beraten-schutz-fledermausen.html
arcor.de 27.03.2011
Seltene Fledermäuse werden obdachlos
http://www.arcor.de/content/aktuell/regional_news/thueringen/82001372,1,content,Seltene+Flederm%C3%A4use+werden+obdachlos.html
Südthüringer Zeitung 27.03.2011:
Seltene Fledermäuse werden obdachlos
http://www.stz-online.de/nachrichten/thueringen/thueringen/art2935,1326355
Presse, nur gedruckt / media only printed:
https://picasaweb.google.com/oflaus/Presse_Hufiland_tagung?feat=directlink

nehmen derzeit die Thüringer Kleinen Hufeisennasen. Seit nun schon fast 2 Monaten sind Tiere in ihre traditionellen Winterquartiere eingekehrt. Wie die meisten bei uns vorkommenden Fledermausarten, überwintern die Kleinen Hufeisennasen in Gebäudekellern, Bergwerkstollen oder natürlichen Höhlen. Hier hängen sie, wie auf dem Bild zu sehen, manchmal wie in einer Kette gereiht, stets einzeln in ihre Flughäute eingehüllt. Bei den alljährlich im Winterhalbjahr stattfindenden Monitoringzählungen (regelmäßige, systematische Erfassung) werden die Tiere in den bekannten Winterquartieren gezählt wobei gleichzeitig auch der Zustand des jeweiligen Winterquartiers überprüft wird. Die Zählungen finden nur einmalig stattfinden, um die Tiere so wenig wie möglich zu stören. Trotzdem sind die Erfassungen wichtig, denn sie eine wichtige Methode, um Veränderungen in der Verbreitung und Bestandsgröße der Kleinen Hufeisennasen zu verfolgen. Bei den Winterzählungen der vergangenen Jahre konnte, neben steigenden Bestandszahlen, auch die Besiedlung neuer Winterquartiere durch die Kleine Hueisennase beobachtet werden. Dies gibt Anlass zu der Hoffnung, dass die kleinen Insektenjäger in Thüringen wieder Aufwind bekommen. Wir wünschen erstmal einen erholsamen Winterschlaf.

Erschienen im: 07Stadtmagazin für Jena und Umgebung
Durchaus standhaft hat eine der seltensten Fledermausarten Deutschlands in der Stadt Jena überlebt. War es ein Zaubertrank der ihnen dabei half? Um dieser Frage nachzugehen, erstmal ein paar Fakten über diese besondere Stadtbewohnerin. Ihren Namen verdanken die Winzlinge dem hufeisenförmigen Nasenaufsatz mit dem sie ihre Ultraschallrufe aussenden. Ihr putziges Aussehen konnte die Kleine Hufeisennase jedoch vielerorts nicht vor dem aus Aussterben bewahren. Der Einsatz von Insektiziden wie DDT in der Land- und Forstwirtschaft sowie als Holzschutzmittel in den 60er bis 80er Jahren, vernichtete vielerorts ganze Kolonien. Eine Ausnahme bildet das mittlere Saaletal zwischen Saalfeld und Jena. Neben den Kolonien in mehreren Kirchen des Saale- Holzland- Kreises, leben auch im Stadtgebiet wie etwa in der ehemaligen Kaserne im Stadt- Forst, in Burgau und auf der Sophienhöhe Kleine Hufeisennasen. Dazu beigetragen hat sicher die günstige Lage der Stadt an der Saale mit naturnahen, störungsarmen Ufergehölzen die bisher auch in Teilen des Stadtgebietes erhalten werden konnten dazu kommen die Wälder, die bis nahe an die Stadt heran reichen. Für die kleinen Säugetiere sind solche Strukturen überlebenswichtig, denn sie sind sozusagen die Kurzsichtigen unter den heimischen Fledermäusen. Ihr Wahrnehmungsvermögen mit Echoortung reicht nur wenige Meter weit, daher „hangeln“ sie sich bevorzugt entlang von Ufergehölzen, Hecken oder Streuobstbäume um vom Quartier in ihre nahe gelegenen Jagdgebiete zu gelangen. Auch hinsichtlich der Quartiere ist die Kleine Hufeisennase eine Besonderheit. Wo sich andere Fledermausarten mit Fensterläden, Spalten an Fassaden oder Baumhöhlen als Quartier begnügen, brauchen die Hufeisennasen als Wochenstuben, das sind die Quartiere für Geburt und Aufzucht der Jungtiere, Dachböden mit offener Einflugmöglichkeit wie Luke oder Dachfenster. Solche wenig genutzten Dachböden finden die Tiere jedoch immer seltener. Daher ist es umso wichtiger bestehende Quartiere zu erhalten. Neben ehrenamtlichen Fledermausfreunden waren es besonders die Mitarbeiter des Fachdienstes Umweltschutz der Stadt Jena, die in den letzten Jahren bei Gebäudesanierungen Lösungen für ein „Bleiberecht“ der heimlichen Dachbodenbewohner erarbeiteten.
Zauberei ist also nicht im Spiel, wenn heute wieder über 10- 20 Kleine Hufeisennasen im Stadtgebiet von Jena leben. Eher die Rücksicht auf die Quariter- und Lebensraumansprüche dieser bedrohten Tiere bei Sanierungen oder Neubauprojekten. Im Übrigen Artenvielfalt ist Lebensqualität. Das beweist die Stadt Jena.

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Fledermausguano ist ein wertvoller Biodünger. Er besteht aus unverdaulichen Resten der Beuteinsekten (Teile der Flügel, Panzer u.ä.) und ist reich an wichtigen Pflanzennährstoffen.
Inhaltsstoffe: 5,5% Stickstoff, 2,1% Phosphor, 1,0% Kalium, 0,8% Magnesium, 0,6% Calcium, pH- Wert 7,5
Verwendung: Menge entspricht etwa dem Jahresbedarf für einen Balkonkasten. 2-3 EL in 1 l Wasser einrühren, die Lösung einige Stunden stehen lassen und damit gießen.
Interessengemeinschaft f. Fledermaussschutz und -forschung in Thüringen e.V. Altensteiner Str. 68, 36448 Schweina
Konto 102 733 333, BLZ 120 965 97 Sparda Bank Berlin e.G.
Stichwort "Hufiland"

Nach über anderhalb Jahren Arbeit liegen nun erste Ergebnisse des Projektes zur "Sicherung des Sommerquartierangebotes der Kleinen Hufeisennase in Thüringen 2008- 2010" vor. In dieser Zeit ist es gelungen, mit Unterstützung von Bürgern und Behörden die Situation in vielen Sommerquartieren der Kleinen Hufeisennase deutlich zu verbessern.
Hier die Ergebnisse in Stichpunkten:
Für über 60 Wochenstuben der Kleinen Hufeisennase wurden wichtige Quartierparameter erfasst. Die Daten sind in eine eigens erstellte Datenbank der Sommerquartiere der Kleinen Hufeisennase eingeflossen.
Anhand der Daten wurde eine Prioritätenliste erstellt, die die Gefährdungen und den Handlungsbedarf bei den Sommerquartieren aufzeigt und als Grundlage für die Umsetzung von Maßnahmen diente.
Bei der Kontrolle von über 50 Verdachtsquartieren konnten 12 Kolonien der Kleinen Hufeisennase nachgewiesen werden. Bei 6 dieser Quartiere handelt es sich um Quartiere in denen Jungtiere geboren werden.
14 Einzelmaßnhmen zur Quartiersicherung oder zur Schaffung von Ausweichquartieren wurden durchgeführt. 8 Maßnahmen befinden sich derzeit noch in Umsetzung und werden im Herbst 2010 abgeschlossen.
Die Projektdarstellung in der Öffentlichkeit erfolgte durch das Label "Hufiland" und das Motto "Thüringen ist Hufiland". Im Rahmen von zahlreichen Presseerscheinungen, Projektpräsentationen, Vorträgen, Faltblättern und Informationstafeln wurde über die Lebensweise und Situation der Kleinen Hufeisennasen in Thüringen informiert.
Trotz dieser ersten Erfolge bleibt noch viel zu tun, denn bei vielen Wochenstubenquartieren stehen aktuell Sanierungen oder Abrissarbeiten an. Eine dauerhafte Betreuung der Wochenstubenquartiere ist eine wichtige Vorraussetzung dafür, dass sich die Kleinen Hufeisenasen in Thüringen endlich wieder ausbreiten können.



Kleine Hufeisennasen sind echte Flugkünstler. Ausdauerflug ist nicht ihre Sache, aber wenn es um Wendigkeit und Geschicklichkeit geht, sind sie kaum zu übertreffen. Davon konnte sich auch der renomierte Naturfotograf Marko König aus Bad Hersfeld überzeugen. Leise macht es klick klack wenn Marko König versuchsweise mit der Hand die Lichtsschranke auslöst. Nur mit Hilfe einer Lichtschranke lassen sich Kleine Hufeisennasen im Flug fotografieren. Am Fenster einer alten Baracke angebracht, soll das Gerät mehrere Blitzgeräte auslösen, wenn eine der ca. 20 Hufeisennasen am Abend das Quartier verlässt. Bei der von der Unteren Naturschutzbehörde des Lkr. Saalfeld- Rudolstadt genehmigten Aktion, sollen für öffentlichkeitswirksame Publikationen in Thüringen Flugaufnahmen der seltenen Fledermausart angefertigt werden. Als gegen 21: 30 Uhr die erste Hufeisennase die Lage ausserhalb des Quartiers erkundet, löst sie erstmalig die Lichtschranke und damit die Blitzgeräte aus. Da schon nach kurzer Zeit einige sehr gute Flugaufnahmen gelungen sind, kann die Anlage schnell wieder abgebaut werden, um die Tiere nicht weiter unnötig zu beunruhigen. Das Resultat der Bildauswertung am folgenden Tag sind faszinierende Momentaufnahmen dieser sonst so versteckt lebenden Fledermäuse.


Das im Wald bei Großkochberg idyllisch gelegene Spaalhaus war in Thüringen eines der ersten Gebäude, dessen Dachboden zu einem Sommerquartier für die Kleine Hufeisennase hergerichtet wurde. Bei der am 21. Juni 2010 durchgeführten Erfolgskontrolle konnte nun anhand von Kotnachweisen (siehe unteres Bild) im Dachboden die Besiedelung durch die Kleine Hufeisennase festgestellt werden. Die Tiere waren zwar zum Zeitpunkt der Kontrolle nicht im Quartier, die Kotspuren zeigen jedoch, dass sich hier regelmäßig Kleine Hufeisennasen aufhalten. Ursprünglich war der Einbau einer Fledermauseinflugöffnung als Ausweichquartier gedacht, denn das nebenstehende ehemalige Ferienlager- gebäude mit einer Wochenstube der Kleinen Hufeisennase sollte mittelfristig abgerissen werden. Die Entscheidung wurde jedoch seitens des Forstamtes Bad Berka überdacht. Nun soll das Gebäude erhalten werden und nach einer Sanierung Lager- und Aufenthaltsräume beherbergen. Die baulichen Maßnahmen werden mit Fördermitteln aus dem Projekt - Thüringen ist Hufiland- unterstützt.
Seit der Sanierung im Jahr 2009 erfreut sich das Spaalhaus zunehmender Beliebtheit als Veranstaltungsort für Feierlichkeiten und Kinderfreizeiten. Hoch erfreut jetzt sicher auch die Kleinen Hufeisennasen vom Spaal, denn sie haben an diesem schönen Platz nun einen erweiterten Sommerwohnsitz.


Die Stiftungslandschaft des Freistaates Thüringen ist mit der am 19. Mai 2010 der Öffentlichkeit vorgestellten STIFTUNG FLEDERMAUS vielfältiger geworden. Bei der Gründungsveranstaltung der seit 2009 bestehenden Stiftung im ehemaligen Kloster Donndorf waren zahlreiche Vertreter des ehrenamtlichen und behördlichen Naturschutzes, anderer Stiftungen, Verbände und Medien vertreten. Der Thüringer Umweltminister Jürgen Reinholz würdigte die bisherige gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Thüringer Fledermausschützern aus IFT e.V. und Koordinationsstelle für Fledermausschutz in Thüringen. Die Interessengemeinschaft für Fledermausschutz und –forschung Thüringen e.V. war es auch, die das Mindestkapital für eine Stiftung bürgerlichen Rechts in Höhe von 25 Tausend Euro aufgebracht hat.
Die STIFTUNG FLEDERMAUS hat sich den Schutz aller Fledermausarten auf die Fahnen geschrieben. Sie lädt alle am Schutz der Fledermäuse Interessierten ein, Ideen, Mittel und Möglichkeiten beizusteuern, um gemeinsam die Stiftung mit Leben zu erfüllen.

Für die Kleinen Hufeisennasen in Jena wurde am 30. April 2010 ein neues Sommerquartier eingeweiht. Seit nunmehr 3 Jahren bewohnen die Hufeisennasen bereits das große Sandsteingewölbe unter der Burg. Hier überwintern derzeit 3-4 Tiere. Der Eigentümer Hr. Dr. Willsch war schnell begeistert, als sich herausstellte welche besonderen Gäste in seinem Kellergewölbe eingezogen sind. Bei einer Winterzählung entstand so auch die Idee, den Tiere in einem der Dachbodenbereiche auch ein Sommerquartier anzubieten. Mit finanzieller Unterstützung des Fachdienstes Umweltschutz der Stadt Jena konnte eines der Giebelfenster mit einer Einflugöffnung ausgestattet werden. Für diese Schutzbemühungen wurde der neue Quartiervater von der Leiterin des Fachdienstes Umweltschutz der Stadt Jena Frau Isabell Günther mit der Plakette "Fledermausfreundlich" ausgezeichnet.
Jena ist in Bezug auf die Kleine Hufeisennase einmalig in der Bundesrepublik. In keiner anderen Großstadt in Deutschland gibt es noch Wochenstuben der Art. Derzeit leben schätzungsweise 20- 30 Hufeisennasen im Stadtgebiet. Die Stadt Jena und das mittlere Saaletal sind in der Summe das größte Vorkommensgebiet der possierlichen Tierchen in Mitteleuropa.