was bisher geschah...

Hufiland schafft Platz für die kleinen Untermieter

Wasserzisterne als Quartier für Hufeisennasen

Im Stammland der Kleinen Hufeisennase dem Saale- Holzland- Kreis wurde am vergangenen Dienstag dem 02.06.10, ein neues Quartier für die Hufeisennasen eingeweiht. Günther Hücker (64) und Dr. Martin Nimptsch (73) aus Ottendorf wurden dafür mit der Plakette "Fledermausfreundlich" des Thüringer Ministers für Landwirtschaft, Forst, Umwelt und Naturschutz ausgezeichnet. Hücker und Nimptsch hatten die Idee, einen zum Abriss vorgesehenen unterirdischen Druckbehälter des Wasserverbands zu einem Quartier für die Kleine Hufeisennase und andere Fledermausarten um zu funktionieren. Hierfür haben sie keine Kosten und Mühen gescheut und gleich das ganze Grundstück mit der Zisterne von der Gemeinde Ottendorf erworben. Die beiden Freunde der Hufeisennasen errichteten im Inneren der Anlage eine Wärmekammer als Hangplatz für die Hufeisennasen. Die beiden unterirdischen Räume können verschiedene Fledermausarten fortan zur Überwinterung nutzen und an der Außenfassade wurde auch ein geräumiges Spaltenquartier angebracht. Nun heißt es nur noch warten, dass die ersten nachtaktiven Besucher Einzug halten.

Thüringer Fledermausschutz geht stiften Mai 2010

Die Stiftungslandschaft des Freistaates Thüringen ist mit der am 19. Mai 2010 der Öffentlichkeit vorgestellten STIFTUNG FLEDERMAUS vielfältiger geworden. Bei der Gründungsveranstaltung der seit 2009 bestehenden Stiftung im ehemaligen Kloster Donndorf waren zahlreiche Vertreter des ehrenamtlichen und behördlichen Naturschutzes, anderer Stiftungen, Verbände und Medien vertreten. Der Thüringer Umweltminister Jürgen Reinholz würdigte die bisherige gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Thüringer Fledermausschützern aus IFT e.V. und Koordinationsstelle für Fledermausschutz in Thüringen. Die Interessengemeinschaft für Fledermausschutz und –forschung Thüringen e.V. war es auch, die das Mindestkapital für eine Stiftung bürgerlichen Rechts in Höhe von 25 Tausend Euro aufgebracht hat.

Die STIFTUNG FLEDERMAUS hat sich den Schutz aller Fledermausarten auf die Fahnen geschrieben. Sie lädt alle am Schutz der Fledermäuse Interessierten ein, Ideen, Mittel und Möglichkeiten beizusteuern, um gemeinsam die Stiftung mit Leben zu erfüllen. 

Übergabe der Plakette "Fledermausfreundlich" April 2010

Foto: OTZ/ Frank Döbert

Für die Kleinen Hufeisennasen in Jena wurde am 30. April 2010 ein neues Sommerquartier eingeweiht. Seit nunmehr 3 Jahren bewohnen die Hufeisennasen bereits das große Sandsteingewölbe unter der Burg. Hier überwintern derzeit 3-4 Tiere. Der Eigentümer Hr. Dr. Willsch war schnell begeistert, als sich herausstellte welche besonderen Gäste in seinem Kellergewölbe eingezogen sind. Bei einer Winterzählung entstand so auch die Idee, den Tiere in einem der Dachbodenbereiche auch ein Sommerquartier anzubieten. Mit finanzieller Unterstützung des Fachdienstes Umweltschutz der Stadt Jena konnte eines der Giebelfenster mit einer Einflugöffnung ausgestattet werden. Für diese Schutzbemühungen wurde der neue Quartiervater von der Leiterin des Fachdienstes Umweltschutz der Stadt Jena Frau Isabell Günther mit der Plakette "Fledermausfreundlich" ausgezeichnet.

Jena ist in Bezug auf die Kleine Hufeisennase einmalig in der Bundesrepublik. In keiner anderen Großstadt in Deutschland gibt es noch Wochenstuben der Art. Derzeit leben schätzungsweise 20- 30 Hufeisennasen im Stadtgebiet. Die Stadt Jena und das mittlere Saaletal sind in der Summe das größte Vorkommensgebiet der possierlichen Tierchen in Mitteleuropa.

Spaalhaus bei Großkochberg

Im Reinstädter Grund und seinen Nebentälern siedeln mehrere Wochenstuben der Kleinen Hufeisennase. Um den Tiere weitere Quartiermöglichkeiten zu eröffnen, wurde bei der Sanierung des Spaalhauses eine eine Fledermausgaube und eine  Wärmekammer zur Verbesserung  des Hangplatzes eingebaut.

 

Binderburg Jena- Burgau

Einbau einer Einflugöffnung in die Giebelfenster des nördlichen Gebäudeflügels. Der große Sandsteinkeller der ehemaligen Burg wird von Kleinen Hufeisennasen bereits als Winterquartier genutzt.

 

Werkstatt- Scheune  in Orlamünde

In der Kirche in Orlamünde siedelt eine bedeutende Wochenstube der Kleinen Hufeisennase mit über 70 Weibchen. Als potentielles Ausweichquartier wurde eine kleine Scheune am Ortsausgang Richtung Freienorla für die Kleinen Hufeisennasen hergerichtet. Es erfolgte der Einbau von Einflugöffnungen und einer Wärmekammer im Dachboden.

 

Historische Jagdanlage Rieseneck bei Hummelshain

Die mittelalterliche Jagdanlage liegt in mitten von ausgedehnten Wäldern, gute Lebensbedingungen für die Hufeisennasen. Das "Grüne Haus" ist Teil des Gebäudeensembles und bietet gute Voraussetzungen für ein Hufeisennasen- Quartier. Daher wurde in einem der Giebelfenster eine Einflugöffnung geschaffen.

 

Pfarrkesslar bei Drößnitz


Vor etwa 10 Jahren haben sich die ersten Kleinen Hufeisennasen im Dach des ehemaligen Ferienheims eingefunden. Seither hat sich der Bestand der Wochenstube gut entwickelt. Bei der Erneuerung der Dachhaut des Gebäudes wurde die Einflugöffnung verlegt damit die Tiere vom Ausflug schneller in die schützende Vegetation gelangen können.