Historie

Die Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) war einst in Süd- und Mitteleuropa eine der häufigsten Fledermausarten. Der massive Bestandsrückgang Mitte des 20. Jahrhunderts führte fast zum Aussterben dieser Art. Nur sehr wenige Kolonien haben überlebt, der überwiegende Teil davon in Sachsen– Anhalt, Sachsen und Thüringen. Der Einsatz von Insektiziden wie DDT als Holzschutzmittel und zur Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft gilt nach heutigen Erkenntnissen als eine der Hauptursachen für das Beinahe– Aussterben der Kleinen Hufeisennase in Mitteleuropa. Die Chemikalie DDT wird seit ca. 20- 30 Jahren nicht mehr angewendet. Die erhalten gebliebenen Populationen der Kleinen Hufeisennasen in Thüringen erholen sich wieder und neue Quartiere werden besiedelt.