Lebensraum

Hecken, Bäume, Höhlen, Häuser - die Mischung muss stimmen

Die Lebensräume der Kleinen Hufeisennase liegen in klimatisch begünstigten und strukturreichen Landschaften. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt im Saaletal mit seinen Zuflüssen zwischen Saalfeld und Jena. Weitere Vorkommen befinden sich im Geratal bis Arnstadt, im Umfeld des Hainichs, im Kyffhäusergebirge sowie im Zechsteingürtel bei Bad Liebenstein. Bei der nächtlichen Nahrungssuche befliegt die Kleine Hufeisennase überwiegend Wälder aber auch halboffene Landschaften wie Alleen, Streuobstwiesen und Ufergehölze. Stets nutzt sie dabei Leitstrukturen wie Hecken und Gehölze um in deren Schutz die Jagdgebiete zu erreichen. Die Wochenstubenquartiere der Weibchen befinden sich in zugluftfreien Dachböden z.B. von Burgen, Kirchen oder in warmen Kellerräumen. Für die Überwinterung ist die Kleine Hufeisennase auf frostfreie ungestörte und lichtarme Räume angewiesen. Im Unterschied zu manch anderen Fledermausarten verlässt sie ihren Sommerlebensraum nicht, sondern nutzt Winterquartiere im selben Gebiet. Bevorzugt werden Keller, Bergbaustollen und -schächte und natürliche Felshöhlungen.

Strukturreiche Thüringer Landschaft
Strukturreiche Thüringer Landschaft
Typischer Flugverlauf beim nächtlichen Jagdflug
Typischer Flugverlauf beim nächtlichen Jagdflug
Kleine Hufeisennasen in einem Thüringer Winterquartier - Foto T.Pröhl
Kleine Hufeisennasen in einem Thüringer Winterquartier